Die Salomonstiftung als moderner Wohnungsbau um 1890

1824 besuchen Kaufleute aus zahlreichen Überseeländern die Leipziger Messe und Leipzig avanciert schnell zum Welthandelsplatz. Ein Jahr später beginnt die Entwicklung Leipzigs zur Verlagsstadt mit der Gründung des Börsenvereins der deutschen Buchhändler. Zu den ersten großen Adressen gehören die Firmen Brockhaus und Reclam.

1829 folgen die deutschen Musikalienhändler dem Vorbild des Buchhandels und gründeten einen Verein zur Interessenvertretung (heute Deutscher Musikverleger-Verband e.V.). Bis heute erinnern das grafische Viertel und das Musiker-Viertel mit prachtvollen Gründerzeitbauten an diese Zeit.

Zu diesem Zeitpunkt zählt die Stadt Stadt rund 40.000 Einwohner und wächst dynamisch.

1839 wird Leipzig mit dem Bau der ersten deutschen Eisenbahnfernstrecke zum mitteldeutschen Verkehrsknotenpunkt. Die Strecke führt nach Dresden.
Mit dem Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann erlangt Leipzig auch Bedeutung als Musikstadt.

1840 erkennen erfolgreiche Leipziger Unternehmer die gesellschaftliche Brisanz einer, mit dem schnellen Bevölkerungswachstum der Stadt einhergehenden, größer werdenden sozialen Kluft zwischen Arm und Reich. So kommt es in den Folgejahren zu einer Vielzahl von wohltätigen Stiftungen mit dem Ziel, Arme, Kranke, Waisen und alte Menschen zu unterstützen. Daneben gibt es auch Stifter, die Teile ihres Vermögens für Bildungszwecke und kulturelle Einrichtungen stiften. Zahlreiche sogenannte Wohnungsstiftungen sind der Beginn des sozialen Wohnungsbaus.

1864 zählt Leipzig bereits über 100.000 Einwohner und wird Großstadt.
Infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs entsteht das Neue Theater (die heutige Oper).

1869  verfügt Leipzig mit dem Sophienbad bereits über ein ganzjährig beheiztes Hallenbad. Der öffentliche Personennahverkehr beginnt mit dem Betrieb der Leipziger Pferdeeisenbahn mit Sitz in Reudnitz.

1873 entstehen die ersten der heute berühmten Leipziger Passagen. Es folgen der Bau von Wasserwerken, dem neuen Gewandhaus mit einem Konzertsaal mit1700 Plätzen und einem Kammermusiksaal mit 650 Plätzen, sowie der Bau des monumentalen Reichsgerichts.

1874 wird der Eilenburger Bahnhof gebaut. Heute befindet sich auf diesem historischen Gelände der Lene-Voigt-Park. Noch wartet der alte Lokschuppen, der daran erinnert, dass sich hier einmal einer der großen Leipziger Bahnhöfe befand, auf seine denkmalgerechte Sanierung.
1876 reiht sich Hedwig von Holstein (geborene Salomon) aufgrund einer testamentarischen Verfügung in die Reihen der Wohnungsstifter ein. Mit dem Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu errichten, entsteht in den Jahren 1890- 1892 und 1899 das Gebäude-Ensemble der Salomonstiftung. Vorbild für die Architektur des königlich sächsischen Baurats Arwed Roßbach (u.a. Völkerschlachtdenkmal, Grassimuseum, Rathausneubau) war die Fuggerei in Augsburg. Die Häuser tragen u.a. die Namen der 3 Töchter und der Ehefrau des Erblassers.

1885 ist Leipzig bereits auf rund 170.000 Einwohner angewachsen. In der Folge kommt es durch die Eingemeindung der Ortschaften Reudnitz, Thonberg,Anger-Crottendorf, Neuschönefeld, Neustadt, Volkmarsdorf, Gohlis, Eutritzsch, Sellerhausen, Schleußig, Plagwitz, Lindenau, Connewitz, Lößnig und Kleinzschocher zu einem unglaublichen Wachstumsschub.

1895 - also nur 10 Jahre später und mit Fortschreiten der Elektrifizierung zählt Leipzig bereits 400.000 Einwohner!

 

 

Die Entwicklung Leipzig`s im 20. Jahrhundert

1900 wird der "Deutsche Fußball-Bund" in Leipzig gegründet. 

1901 Die Daimler-Motoren-Gesellschaft stellt auf der Leipziger Messe einen neuen Vierzylinder vor.

1903 Der VfB Leipzig wird deutscher Fußballmeister.

1905 - Das neue Rathaus wird auf den Fundamenten der alten Pleisse-Burg fertiggestellt und ist das größte Rathaus in Deutschland.   
1905 durchbricht die Stadt Leipzig zum ersten Mal die Grenze von 500.000 Einwohnern.

1913 Zum 100. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig wird mit dem Völkerschlachtdenkmal das bis heute größte Denkmal Deutschlands eingeweiht. Im gleichen Jahr entsteht auf dem Gelände der heutigen Messe der Leipziger Flughafen.

Die Stadt zählt bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges fast 590.000 Menschen.

1914 Ausbruch des ersten Weltkriegs (bis 1918).

1915 Leipzigs Hauptbahnhof wird als einer der größten Kopfbahnhöfe Europas eröffnet. Bis 1934 steht der östliche Teil des Bahnhofes unter sächsischer und der westliche unter preußischer Hoheit. In Leipzig-Mockau landen Zeppeline.

1920 Die Leipziger Messe entwickelt sich zur Weltmesse. Auf die Goldenen Zwanziger Jahre folgt 

1930 die Wirtschaftskrise. Jeder 7. Leipziger ist arbeitslos.

Leipzig hat eine Größe von fast 720.000 Einwohnern erreicht.

1933 wird Leipzig unter Hitler zur Reichsmessestadt.

1935 Die Leipziger Messe ist Ausgangspunkt für den Erfolg der Modelleisenbahn der Hersteller Trix und Märklin.

Es folgt ein enormer Industrialisierungsschub im Dritten Reich.

1938 Mit der Reichspogromnacht und der Zerstörung von 12 jüdischen Synagogen in Leipzig beginnt das düstere Kapitel der Stadt.

1939 Ausbruch des zweiten Weltkriegs.

1943 Bombenangriffe auf Leipzig zerstören bis 1944 weite Teile der Stadt.

1945 Leipzig fällt unter russische Besatzung. Es folgt die Zeit des Wiederaufbaus.

1953 Erster großer Volksaufstand gegen die DDR-Regierungspartei SED

1962 Nach der Messe, dem Zentralstadion und Leipziger Oper verfügt Leipzig wieder über den Hauptbahnhof.

1965 Leipzig feiert 800 Jahre Stadtgeschichte

1968 Abriß der Paulinerkirche (heutiger Augustusplatz und Bau des Uni-Hochhauses

1969 Beginn des großflächigen Ausbaus des öffentlichen Personennahverkehrs durch S-Bahn-Ring.

1970 Studenten graben die alte Mortizbastei aus (heute Studentenclub)

1981 Das neue Gewandhaus wird feierlich eröffnet.

1989 Zweiter Volksaufstand gegen das DDR-Regime. Friedliche Montagsdemonstrationen und der Ruf tausender DDR-Bürger " Wir sind das Volk!" leiten das Ende der DDR ein. Die Zahl der Leipziger Montags-Demonstraten steigert sich auf über 300.000 Menschen. Am 9. November erhalten die Bürger der DDR Reisefreiheit. Das Ende der deutschen Teilung ist nah.

1990 Deutsche Wiedervereinigung

1998 Trotz enormer Anstrengungen im Rahmen der Förderung "Aufschwung Ost" verliert Leipzig 75.000 Menschen durch Abwanderung.

1999 Eingemeindungen von Ortschaften im Speckgürtel Leipzigs lassen die Bevölkerungszahl sprunghaft von 437.000 auf 489.000 Einwohner ansteigen.

2000 Ausbau des Flughafens Leipzig-Halle zu einem internationalen Luftdrehkreuz.

2002 Porsche und BMW investieren in Leipzig. Zahlreiche Zulieferer siedeln sich an. Es geht aufwärts mit Leipzig.

2005 Baugeinn für den City-Tunnel.

2006 Leipzig ist Austragungsort der Fussball-Weltmeisterschaft. "Ein Sommermärchen" auch in Leipzig!

2007 Leipzig ist verkehrstechnisch hervorragend angebunden. DHL eröffnet am Fulghafen ein weltweit bedeutendes Frachtzentrum. Weitere Gewerbeansiedlungen (u.a. Amazon) befördern die Entwicklung Leipzigs.

Der renommierte und seit 30 Jahren mit der Denkmalsanierung erfahrene Berliner Bauträger Thamm&Partner erwirbt das denkmalgeschützte Objekt Salomonstift in Leipzig-Reudnitz.

2012 Vertriebsstart für die ersten beiden Häuser des Salomonstift Leipzig. Die Gebäude sollen in bewährter Thamm&Partner-Qualität kernsaniert werden. Die fünfgeschossigen Häuser plus Dachgeschoßausbau erhalten Aufzüge, wärmeisolierte Schallschutzverglasung und Wärmedämmung. Alle Wohnungen erhalten einen Balkon und moderne hochwertige Bäder mit Tageslicht. Zumindest für rund ein Drittel der Wohnungen sind Kfz-Stellplätze geplant. Insgesamt werden über 16 Mio. Euro investiert. Der Sanierungsanteil wird bei rund 85% liegen. Diesen Anteil am Kaufpreis können Wohnungserwerber steuerlich geltend machen. Kapitalanleger schreiben den Betrag über 12 Jahre, Eigennutzer über 10 Jahre zu 100 Prozent ab. Die Kaufpreise liegen bei marktkonformen 2.450EUR/qm bis 2.550EUR/qm. Die Finanzierung kann zum Teil über zinsgünstige Förderprogramme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) dargestellt werden.

 

 

 
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